Frag deine Hausverwaltung: Die häufigsten Unwetterschäden erkennen

Frag deine Hausverwaltung: Die häufigsten Unwetterschäden erkennen

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IMV / 22 Juli 2026 /

Nicht jedes Unwetter hinterlässt die gleichen Spuren. Während Starkregen häufig zu Wasserschäden führt, verursachen Sturm oder Hagel oft Schäden an Dach, Fassade oder Fenstern. Gerade in Mehrparteienhäusern ist deshalb nicht immer auf den ersten Blick erkennbar, welche Bereiche betroffen sind und wer sich darum kümmert.

In dieser Übersicht zeigen wir Ihnen die häufigsten Umwetterschäden und geben einen Einblick, was eine Gebäudeversicherung normalerweise alles abdeckt. Dieser Blog ist Teil der Serie „Frag deine Hausverwaltung“. Wenn Sie mehr über die Aufgaben einer Hausverwaltung oder zu möglichen Schadensmeldungen erfahren wollen, folgen Sie einfach den Links.

Inhalt im Überblick

Unwetterschäden richtig erkennen

Wassereintritt über Dach oder Fassade

Nach Starkregen dringt Wasser häufig über beschädigte Dächer, undichte Anschlüsse oder Fassaden ins Gebäude ein. Bei böigem Wind kann auch Regen unter die Ziegel gedrückt werden und im Dachstuhl für Feuchtigkeit und Schimmel sorgen. Sie erkennen dies meist an feuchten Flecken, bröckelndem Putz oder gelblich-braunen Verfärbungen an Decken und Wänden in den oberen Etagen oder im Stiegenhaus.

Da Dach und Fassade zu den allgemeinen Teilen des Hauses gehören, sollte ein solcher Schaden möglichst rasch der Hausverwaltung gemeldet werden. So können notwendige Sofortmaßnahmen eingeleitet und größere Folgeschäden vermieden werden. Nutzen Sie hierfür IMV-Online oder unsere Kontaktseite.

Keller unter Wasser

Überflutete Keller zählen zu den häufigsten Folgen starker Regenfälle. Ursache können überlastete Kanäle, Rückstau mittels verstopfter Regenrinnen oder eindringendes Oberflächenwasser sein.

Achten Sie hier auf stehendes Wasser am Boden, feuchte Sockelbereiche der Wände oder einen auffällig muffigen Geruch beim Betreten des Kellers. Wenn neben den Gemeinschaftsflächen auch private Kellerabteile betroffen sind, kümmert sich die Hausverwaltung um die Schäden am Gebäude und an den allgemeinen Bereichen.

Sturmschäden am Gebäude

Starke Windböen können Dachziegel lösen, Äste abbrechen oder Bauteile beschädigen. Einen Sturmschaden erkennen Sie beim Blick nach oben an schief sitzenden oder fehlenden Ziegeln, herabhängenden Dachrinnen sowie sichtbaren Rissen in den Fassadenelementen.

Solche Schäden sollten umgehend gemeldet werden, damit erforderliche Sicherungsmaßnahmen schnell organisiert werden können und kein Sicherheitsrisiko für Bewohner:innen und Passant:innen entsteht. Wussten Sie, dass die IMV für dringende Fälle einen 24-Stunden-Bereitschaftsdienst hat? Hier erfahren Sie, wie, wann und unter welchen Bedingungen Sie uns auch außerhalb der regulären Geschäftszeiten erreichen können: IMV 24-Stunden-Bereitschaftsdienst.

Hagelschäden an Dach, Fenstern oder Rollläden

Auch Hagel kann erhebliche Schäden verursachen. Prüfen Sie Rollläden und Außenjalousien auf kleine Dellen oder Löcher und untersuchen Sie Fensterscheiben sowie Lichtkuppeln auf feine Risse nach einem Unwetter.

Nicht jeder Schaden ist sofort sichtbar. Gerade kleinere Beschädigungen können später dazu führen, dass Feuchtigkeit ins Gebäude eindringt (etwa durch abgeplatzte Stellen an der Fassade). Deshalb lohnt sich auch nach scheinbar harmlosen Hagelereignissen ein genauer Blick.

Schäden in Tiefgarage oder Garage

Steht nach einem Starkregen die Tiefgarage unter Wasser, betrifft dies häufig das gesamte Gebäude. Schauen Sie genau hin: Neben klassischen Pfützen erkennen Sie Schäden oft an nassen Spuren an den tragenden Säulen oder Schlammablagerungen im Einfahrtsbereich – in vielen Fällen kann bereits das Wasser wieder abgelaufen sein.

Während die Behebung der Gebäudeschäden über die Eigentümergemeinschaft koordiniert wird, sollten Sie betroffene Fahrzeuge vor dem Starten genau prüfen.

Umgestürzte Bäume und herabfallende Äste

Stürme können Bäume entwurzeln oder größere Äste abbrechen lassen. Das Erkennen ist hier meist eindeutig: Achten Sie auf blockierte Wege, herabhängendes Geäst in den Baumkronen oder sichtbare Absplitterungen an den Stämmen auf dem Grundstück. Sollte ein Unwetter gerade erst durchgezogen sein, sollten Sie besonders vorsichtig sein. Häufig fallen Äste erst später herunter – ein Blick nach oben ist immer ratsam.

Werden dadurch Dächer, Fassaden oder Gemeinschaftsflächen beschädigt, organisiert die Hausverwaltung die notwendigen Sicherungsmaßnahmen. Dokumentieren Sie den Schaden möglichst mit Fotos aus verschiedenen Richtungen / Entfernungen und melden Sie ihn zeitnah.

Stromausfälle und Folgeschäden

Nicht jeder Unwetterschaden ist sofort sichtbar. Durch eindringendes Wasser oder Blitzeinschläge kann es zu Stromausfällen oder Schäden an elektrischen Anlagen kommen.

Sollten nach dem Unwetter FI-Schalter grundlos herausspringen, Steckdosen knistern oder die Gegensprechanlage ausfallen, deutet dies auf einen Folgeschaden hin. Verwenden Sie Geräte, die mit Wasser in Berührung gekommen sind, erst wieder, wenn eine Gefahr ausgeschlossen ist. Im Zweifelsfall sollte immer eine Fachperson hinzugezogen werden.

Kleine Ursache, große Wirkung

Nicht jeder Unwetterschaden zeigt sich sofort in seinem vollen Ausmaß. Ein kleiner Wasserfleck an der Decke, eine leicht feuchte Wand oder einzelne beschädigte Dachziegel wirken zunächst oft harmlos. Bleiben solche Schäden jedoch unbemerkt oder werden sie zu spät gemeldet, können sie sich zu größeren Problemen entwickeln – etwa durch eindringende Feuchtigkeit, Schimmelbildung oder Schäden an der Bausubstanz.

Unser Rat lautet daher: Lieber einmal zu viel melden als einmal zu wenig. Eine frühzeitige Schadensmeldung hilft dabei, die Ursache rasch abzuklären, notwendige Maßnahmen einzuleiten und Folgeschäden möglichst zu vermeiden.

Gebäudeversicherung: Was steckt eigentlich drin?

Eine Gebäudeversicherung ist kein Fixpaket – der Umfang unterscheidet sich je nach Vertrag und Versicherer teils deutlich. Typischerweise abgedeckt sind Schäden durch:

  • Sturm & Hagel – etwa an Dach, Fassade oder Dachrinnen
  • Blitzschlag & Überspannung – auch Folgeschäden an gebäudefester Technik
  • Leitungswasser – geplatzte oder undichte Rohre im Gebäude
  • Feuer – inklusive Blitzschlag als Auslöser

Was oft nicht oder nur mit Zusatzbaustein abgedeckt ist: Hochwasser, Überschwemmung, Erdrutsch oder Vermurung. Dafür braucht es meist eine eigene Elementarschadenversicherung als Ergänzung. Gerade weil Starkregenereignisse zunehmen, lohnt sich ein Blick in die Polizze der Liegenschaft – als Ihre Hausverwaltung sprechen wir das bei Bedarf mit der Eigentümergemeinschaft ab.

Fazit: Schnelles Handeln schützt das gesamte Haus

Ein Unwetter lässt sich nicht verhindern, seine langfristigen Folgen für das Gebäude hingegen schon. Ob ein unentdeckter Hagelschaden am Dach oder Feuchtigkeit in der Fassade – oft sind es die kleinen, unsichtbaren Schäden, die später die größten Probleme verursachen. Eine zügige Dokumentation und die schnelle Meldung an Ihre Hausverwaltung sind der beste Schutz für die gesamte Liegenschaft.

Vergessen Sie dabei nicht: Ein Wohnhaus besteht aus vielen Zahnrädern, die ineinandergreifen müssen, damit Schäden gar nicht erst entstehen oder schnell behoben werden.

Mehr zum Thema: Sie möchten wissen, wie das Zusammenleben im Alltag reibungslos funktioniert und wer für die Pflege der Gemeinschaftsflächen rund um das Haus verantwortlich ist? Wertvolle Tipps und klare Antworten finden Sie in unserem Hub-Blog „Frag deine Hausverwaltung: Hausgemeinschaft & Außenanlagen“.

Blog-Serie: Frag deine Hausverwaltung Unwetterschäden: Wer ist zuständig?

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