Wohnen mit Hund: Die besten Bezirke in Wien

Wohnen mit Hund: Die besten Bezirke in Wien

Cansu / 31 Aug. 2026 /

Wo die nächste Gassirunde fast wichtiger ist als der Grundriss

Balkon? Schön. Parkett? Sehr schön. Lichtdurchflutetes Wohnzimmer? Ihr Hund hat trotzdem nur eine Frage: Wo ist hier die nächste Wiese?

Wer eine Wohnung mit Hund in Wien oder im südlichen Speckgürtel sucht, sollte deshalb nicht nur Quadratmeter, Zimmer und Freiflächen vergleichen. Mindestens genauso wichtig ist, was vor der Haustür passiert: Gibt es eine Hundezone in Gehweite? Schatten für heiße Tage? Einen Wasserzugang? Platz für die große Abendrunde – und vielleicht sogar eine Hundeschule in der Nähe?

Inhalt im Überblick

Die gute Nachricht: Ein Haus mit Garten ist kein Muss für ein glückliches Hundeleben. Viel wichtiger ist ein Wohnumfeld, das zum Bewegungsbedarf, Alter und Charakter Ihres Hundes passt.

Wir haben uns fünf Wiener Bezirke sowie zwei Orte im südlichen Wiener Umland genauer angesehen, in denen die IMV Makler regelmäßig Wohnungen anbieten: Donaustadt, Floridsdorf, Simmering, Favoriten, Liesing sowie Perchtoldsdorf und Hinterbrühl.

IMV-Spoiler: Die eine beste Lage gibt es nicht. Aber ziemlich klare Favoriten – je nachdem, wer bei Ihnen die Leine in der Hand hält. 😉

Bildquelle: Pexels

Welcher Wiener Bezirk ist besonders hundefreundlich?

LageIhre größte StärkePasst besonders zu
22. DonaustadtSehr viele Hundezonen, mehrere Hundebadeplätze und viel NaturWasserfans, aktive Hunde und ausgedehnte Wochenendrunden
21. FloridsdorfGroße Auslaufflächen, Alte Donau und DonauinselSchwimmer, Wanderfans und Hunde mit viel Bewegungsdrang
10. FavoritenAußergewöhnlich große Hundeauslaufplätze rund um Löwygrube und WienerbergBewegungsfreudige Hunde und Menschen, die Stadt und große Grünräume verbinden möchten
11. SimmeringViele über den Bezirk verteilte Hundezonen und gute TrainingsangeboteStadthunde, Familien und Trainingsfans
23. LiesingViele unterschiedlich große Auslaufflächen und die Nähe zum WienerwaldHunde, die Platz brauchen, und Menschen mit Blick Richtung Stadtrand
Perchtoldsdorf & HinterbrühlWienerwald, Föhrenberge und lange Spazierwege direkt vor der HaustürNaturfans, Wanderhunde und alle, die bewusst außerhalb Wiens suchen

Grundlage für den Wien-Vergleich ist die aktuell veröffentlichte Übersicht der Stadt Wien zu Hundezonen und Hundeauslaufplätzen. Die Anzahl allein sagt allerdings noch nicht alles: Eine riesige Hundezone am anderen Ende des Bezirks ist für die tägliche Morgenrunde weniger praktisch als eine kleinere Fläche fünf Minuten von der Wohnung entfernt.

IMV-Hinweis: Schauen Sie bei der Wohnungssuche nicht nur auf den Bezirk oder Ort, sondern auf die Mikrolage. „Grün in der Nähe“ kann ein Park ums Eck sein – oder drei Ampeln und eine Busfahrt entfernt.

22. Bezirk: Wohnen mit Hund in der Donaustadt

Der Bezirk mit Platz. Sehr viel Platz. Wenn es um hundefreundliches Wohnen in Wien geht, hat die Donaustadt ein ziemlich überzeugendes Argument: Platz. Und zwar ordentlich.

In der veröffentlichten Übersicht der Stadt Wien sind für den 22. Bezirk mehr als 20 Hundezonen und Hundeauslaufplätze angeführt. Dazu kommen mehrere ausgewiesene Bademöglichkeiten für Hunde.

Besonders spannend für Wasserfans:

  • Der Hundebadestrand Süd an der Neuen Donau liegt zwischen Stadlauer Ostbahnbrücke und Praterbrücke und bietet rund 21.000 Quadratmeter direkt am Wasser.
  • Am Teich Hirschstetten gibt es am Südwestufer eine eigene Auslauf- und Hundebadezone.
  • Im Seepark in der Seestadt steht eine rund 3.000 Quadratmeter große Hundezone mit Wasserzugang zur Verfügung.
  • Am Badeteich Süßenbrunn gibt es Bereiche, in denen Hunde erlaubt sind, und Bereiche mit Hundeverbot. Ein Blick auf die Beschilderung spart hier Diskussionen – und nasse Pfoten am falschen Ufer.

Alle offiziell ausgewiesenen Wasserzugänge finden Sie in der Übersicht der Stadt Wien zu den Hundebadeplätzen in Wien.

Auch ohne Sprung ins Wasser ist die Auswahl groß: Lagerwiese Rehlacke, Hundezone Kaisermühlen, Otto-Affenzeller-Park oder Asperner Wies’n eignen sich – je nach Wohnlage – für kleine Runden und größere Ausflüge.

Wenn einmal mehr als eine Runde um den Häuserblock drin sein darf, bietet sich der sieben Kilometer lange Stadtwanderweg 10 durch Breitenlee an. Er führt durch Wald, Wiesen und Felder mitten im 22. Bezirk. Bei Wildtieren, Weideflächen und anderen Begegnungen gilt natürlich: Leine dran, Rücksicht an.

Hundeschulen in der Donaustadt

Auch beim Training ist die Auswahl vergleichsweise groß. Beispiele sind die Hundeschule Donaustadt mit Angeboten vom Welpenkurs bis zum Begegnungstraining sowie die Hundeschule Breitenlee mit Alltagstraining und Hundesport.

Passt besonders zu: aktiven Hunden, Wasserfans, größeren Hunden und allen, die gern länger unterwegs sind.

Der ehrliche Haken: Der 22. Bezirk ist riesig. „Wohnung in der Donaustadt“ bedeutet nicht automatisch „Hundebadestrand zu Fuß erreichbar“. Prüfen Sie die konkrete Adresse – nicht nur die Bezirksnummer.

21. Bezirk: Wohnen mit Hund in Floridsdorf

Für Hunde, die beim Wort „Baden“ schon im Vorzimmer stehen. Floridsdorf verbindet Wohngebiete, Donauinsel, Alte Donau und die Ausläufer des Bisambergs. Für Hundehalter bedeutet das: viel Abwechslung zwischen Wasser, Wiese, Park und Weinbergen.

Zwei der größten Pluspunkte sind die ausgewiesenen Hundebadebereiche:

  • Der Hundebadestrand Nord auf der Donauinsel liegt zwischen Floridsdorfer Brücke und Nordbrücke und umfasst rund 14.000 Quadratmeter.
  • Die Hundezone am Ferdinand-Kaufmann-Platz neben dem Angelibad bietet ebenfalls rund 14.000 Quadratmeter, einen breiten Naturstrand, einen Trinkbrunnen und Hundetrainingsgeräte.

Dazu kommen unter anderem der Floridsdorfer Aupark, der Denglerpark, die Lorettowiese und mehrere kleinere Hundezonen in den Wohngebieten. Für eine ausgedehnte Runde gibt es außerdem den Stadtwanderweg 5: Die 10,3 Kilometer lange Route führt von Stammersdorf auf den Bisamberg.

Hundeschulen in Floridsdorf

Im Bezirk gibt es mehrere Trainingsmöglichkeiten, darunter die Hundeschule Mannsberger, den ÖGV Jedlesee und die Martin Rütter Hundeschule Wien.

Passt besonders zu: Hunden mit großem Bewegungsbedarf, Schwimmern, Wanderfans und Menschen, die zwischen Stadt und Natur nicht wählen möchten.

Der ehrliche Haken: Nicht jeder Zugang zur Alten Donau ist automatisch ein Hundebadeplatz. Abseits der ausgewiesenen Bereiche können Hundeverbote oder Leinenpflichten gelten. „Wasser vor der Tür“ ist also gut. „Offizieller Hundezugang vor der Tür“ ist besser.

10. Bezirk: Wohnen mit Hund in Favoriten

Viel Stadt vorne. Erstaunlich viel Auslauf dahinter. Favoriten wird beim Thema Wohnen mit Hund gerne unterschätzt. Wer nur an dicht bebaute Grätzl rund um den Reumannplatz denkt, übersieht die andere Seite des Bezirks: große Grün- und Erholungsräume rund um Laaer Berg, Löwygrube und Wienerberg.

In der Übersicht der Stadt Wien sind für den 10. Bezirk mehr als 20 Hundezonen und Hundeauslaufplätze angeführt. Einige davon spielen flächenmäßig in einer ganz anderen Liga:

  • Der Hundeauslaufplatz in der Löwygrube umfasst rund 221.000 Quadratmeter.
  • Die Heuberggstätten bieten rund 124.600 Quadratmeter Hundeauslauf.
  • Im Erholungsgebiet Wienerberg-Ost stehen rund 8.500 Quadratmeter zur Verfügung.
  • Der Waldmüllerpark bietet eine rund 5.200 Quadratmeter große Hundezone.
  • Dazu kommen kleinere, alltagstaugliche Flächen etwa im Alfred-Böhm-Park, Helmut-Zilk-Park oder Volkspark Laaerberg.

Damit kann Favoriten beides: urbane Infrastruktur und richtig große Runden. Entscheidend ist allerdings, in welchem Teil des Bezirks sich die Wohnung befindet.

Passt besonders zu: bewegungsfreudigen Hunden, Familien und Menschen, die städtisch wohnen, aber für die große Runde nicht erst quer durch Wien fahren möchten.

Der ehrliche Haken: Favoriten ist kein einheitliches Grätzl, sondern eine kleine Welt für sich. Eine Wohnung nahe Hauptbahnhof bietet ein völlig anderes Hundeumfeld als eine Lage am Wienerberg oder Laaer Berg. Auch hier gewinnt die konkrete Adresse gegen das allgemeine Bezirksimage.

11. Bezirk: Wohnen mit Hund in Simmering

Der Bezirk, den beim Thema Hund fast alle unterschätzen. Simmering hat keine Alte Donau, keinen eigenen Hundebadestrand und auch keinen fotogenen See an jeder Ecke. Dafür liefert der Bezirk etwas, das im Alltag oft wichtiger ist: viele über die Wohngebiete verteilte Auslaufmöglichkeiten.

Die Stadt Wien führt für Simmering 14 Hundezonen und Hundeauslaufplätze an. Zu den größeren zählen:

  • die rund 4.200 Quadratmeter große Hundezone im Luise-Montag-Park
  • der rund 3.000 Quadratmeter große Hundeauslaufplatz in der Pretschgasse
  • die Hundezonen am Kanal im Herderpark
  • die Flächen in der Blériotgasse und am Flammweg
  • der Hundeauslaufplatz beim Schloss Neugebäude

Beim Schloss Neugebäude lohnt sich genaues Hinschauen: Im Unteren Garten gilt grundsätzlich Hundeverbot. Der Hundeauslaufplatz darf selbstverständlich genutzt werden – am besten über den direkten Weg.

Hundeschulen in Simmering: Training auch bei Schlechtwetter

Einen deutlichen Pluspunkt bekommt Simmering beim Trainingsangebot. Hundsgut Hewera verfügt über Indoor- und Outdoor-Trainingsflächen. Auch der HSC Simmering bietet unter anderem Welpen-, Junghunde-, Begleithunde- und Agilitytraining an.

Wenn Sie regelmäßig trainieren oder bei Regen nicht nur im Wohnzimmer „Sitz“ üben möchten, ist das ein echter Alltagsvorteil.

Passt besonders zu: Stadthunden, Familien, Trainingsfans und Menschen, die eine Hundezone lieber täglich zu Fuß als nur am Wochenende mit dem Auto erreichen.

IMV-Hinweis: Fürs offizielle Hundeschwimmen müssen Sie in einen anderen Bezirk ausweichen. Ob Simmering für Sie und Ihren Hund richtig gut funktioniert, entscheidet deshalb besonders stark die konkrete Wohnlage.

23. Bezirk: Wohnen mit Hund in Liesing

Wo Wien langsam Richtung Wienerwald ausläuft. Liesing verbindet städtische Wohnlagen mit großen Grünflächen und kurzen Wegen Richtung Wienerwald und südliches Umland. Für die Wohnungssuche mit Hund ist das spannend: Sie bleiben in Wien, wohnen je nach Grätzl aber bereits deutlich näher an Wald, Wiesen und langen Spazierwegen.

In der Übersicht der Stadt Wien sind für den 23. Bezirk mehr als 20 Hundezonen und Hundeauslaufplätze angeführt. Zu den größeren Flächen zählen:

  • der rund 15.000 Quadratmeter große Hundeauslaufplatz im Draschepark
  • die rund 6.500 Quadratmeter große Hundezone in der Gaulgasse
  • der rund 5.700 Quadratmeter große Hundeauslaufplatz in der Anton-Krieger-Gasse
  • die rund 5.300 Quadratmeter große Hundezone in der Theophil-Hansen-Gasse
  • weitere Auslaufmöglichkeiten am Kellerberg, in der Pölleritzergasse und im Michael-Bausback-Park

Gerade für Menschen, die zwischen Wien und Niederösterreich pendeln oder ihre Freizeit ohnehin gern im Wienerwald verbringen, kann Liesing der goldene Mittelweg sein.

Passt besonders zu: Hunden mit Bewegungsdrang, Familien und Menschen, die Stadtadresse und Stadtrandgefühl verbinden möchten.

IMV-Hinweis: Auch Liesing ist groß und sehr unterschiedlich. Atzgersdorf, Mauer, Inzersdorf oder Rodaun bieten jeweils ein anderes Wohn- und Hundeumfeld.

Wohnen mit Hund im Speckgürtel: Perchtoldsdorf und Hinterbrühl

Mehr Natur vor der Tür. Aber nicht automatisch freie Bahn.

Wer bei der Wohnungssuche die Wiener Stadtgrenze gedanklich um ein paar Kilometer verschiebt, bekommt im südlichen Speckgürtel deutlich mehr Wienerwald, Wanderwege und Natur. Perchtoldsdorf und Hinterbrühl sind deshalb besonders interessant für Menschen, die stadtnah bleiben, ihren Alltag mit Hund aber grüner gestalten möchten.

Perchtoldsdorf: Freilaufzone, Heide und Föhrenberge

Die Marktgemeinde Perchtoldsdorf bietet zwischen Kröpfgraben und Kriegsherrgasse eine rund ein Hektar große, eingezäunte Hundeauslaufzone. Dort können sich Hunde grundsätzlich ohne Leine und Maulkorb bewegen.

Für längere Spaziergänge beginnen hinter Kirche und Burg die Weinberge und das Wandergebiet Föhrenberge. Ziele wie Parapluiberg, Josefswarte oder Kammersteiner Hütte machen aus der Gassirunde schnell einen kleinen Sonntagsausflug.

IMV-Hinweis: Auf der gesamten Perchtoldsdorfer Heide – sowohl auf der Kleinen als auch auf der Großen Heide – gilt Leinenpflicht. Viel Natur bedeutet also nicht automatisch Freilauf. Die Details finden Sie auf der Website der Marktgemeinde zu den Themen Hundeauslaufzone und Hunde auf der Perchtoldsdorfer Heide.

Passt besonders zu: Hunden, die zwischen gesichertem Freilauf und langen Spaziergängen Abwechslung brauchen, sowie Menschen, die Weinberge und Wienerwald gern vor der Haustür haben.

Hinterbrühl: Wienerwald statt Häuserblockrunde

In der Hinterbrühl liegt der große Vorteil weniger in einer hohen Zahl klassischer Hundezonen als im direkten Zugang zum Wienerwald. Rund um Anninger, Kiental und Naturpark Föhrenberge gibt es zahlreiche Möglichkeiten für längere Spaziergänge und Wanderungen.

Eine konkrete Route führt etwa von der Höldrichsmühle über den Schubertweg zum Husarentempel. Die rund drei Kilometer lange Strecke zeigt ziemlich gut, was Wohnen in Hinterbrühl für aktive Hundehalter bedeuten kann: Waldwege statt Gehsteigrunde. Die Route ist bei Wienerwald Tourismus beschrieben.

Passt besonders zu: Wanderhunden, Naturfans und Menschen, die für die tägliche Runde lieber Wanderschuhe als drei Ampelphasen einplanen.

IMV-Hinweis: Mehr Grün ersetzt nicht den Blick auf Regeln, Wildtiere, Schutzgebiete und die konkrete Verkehrsanbindung. Prüfen Sie außerdem, ob Arbeitsweg, öffentliche Verbindungen und Nahversorgung zu Ihrem Alltag passen – auch dann, wenn der Hund beim Wald vor der Tür bereits zugestimmt hat.

Radwege mit Hund: praktisch – aber bitte nicht an der Leine nebenher

Donauinsel, Donau-Radweg und die Wege entlang der Alten Donau machen besonders den 21. und 22. Bezirk für Radfahrer attraktiv. Auch im Süden können gute Radverbindungen helfen, größere Grün- und Erholungsräume ohne Auto zu erreichen.

Für Hundehalter gilt allerdings eine wichtige Regel: Ein Hund darf auf Straßen und Radwegen nicht an der Leine neben dem Fahrrad mitlaufen. Auch spezielle Haltestangen ändern daran nichts. Erlaubt ist die sichere Mitnahme – je nach Größe und Gewicht zum Beispiel in einem geeigneten Fahrradkorb oder Hundeanhänger. Die Regelung ist auf oesterreich.gv.at zusammengefasst.

Radwege sind bei der Wohnungssuche mit Hund also vor allem dann ein Plus, wenn sie Sie und Ihren Hund sicher und schnell zu größeren Spaziergebieten bringen.

Wohnung mit Hund: Darauf sollten Sie bei der Besichtigung achten

Eine hundefreundliche Wohnung erkennt man nicht nur daran, dass Haustiere erlaubt sind. Machen Sie bei der Besichtigung am besten auch den Gassirunden-Check:

1. Wie weit ist die Hundezone wirklich entfernt? „Parknähe“ kann 200 Meter bedeuten – oder drei stark befahrene Kreuzungen. Gehen Sie die geplante Morgenrunde einmal selbst ab. Am besten zu jener Uhrzeit, zu der Sie später tatsächlich unterwegs wären.

2. Gibt es Schatten und Trinkmöglichkeiten? Eine offene Wiese ohne Bäume kann im Hochsommer unbrauchbar werden. Achten Sie auf schattige Wege, Hundetränken und kühlere Ausweichrouten. Asphalt in der Mittagssonne ist schließlich kein Wellnessprogramm für Pfoten.

3. Passt das Haus auch langfristig? Ein vierter Stock ohne Lift ist mit einem jungen Hund vielleicht machbar. Mit einem älteren oder gesundheitlich eingeschränkten Hund kann er zum täglichen Fitnessprogramm werden, das niemand bestellt hat. Auch rutschige Böden im Stiegenhaus können relevant sein. Weitere Tipps und Informationen zur Hausgemeinschaft und den Außenanlagen finden Sie übrigens im FAQ-Blog zusammengetragen.

4. Wie laut und verkehrsreich ist der Weg nach draußen? Ein nervöser Hund erlebt eine Wohnung an einer lauten Kreuzung anders als ein gelassener Stadthund. Entscheidend ist nicht nur, wie ruhig es im Wohnzimmer ist, sondern auch, wie Sie von der Haustür zur ersten entspannten Grünfläche kommen.

5. Was steht zur Tierhaltung im Mietvertrag? Klären Sie vor Vertragsabschluss, welche Regelungen zur Tierhaltung vorgesehen sind. Denken Sie dabei auch an das Zusammenleben im Haus – vom Lift bis zu den Allgemeinflächen. Ein freundliches Miteinander macht das Wohnen für Zwei- und Vierbeiner angenehmer.

6. Sind Tierarzt, Betreuung und Training gut erreichbar? Eine Tierarztpraxis, Hundebetreuung oder Trainingsmöglichkeit in der Nähe kann im Alltag wichtiger werden als das zusätzliche halbe Zimmer. Spätestens beim ersten ungeplanten Termin wissen Sie kurze Wege sehr zu schätzen.

Regeln für Hunde in Wien und Niederösterreich

Außerhalb gekennzeichneter Hundezonen gelten in Wien je nach Ort Leinen- oder Maulkorbpflichten. In öffentlich zugänglichen Parkanlagen müssen Hunde grundsätzlich an der Leine geführt werden. Auf der Donauinsel gilt außerhalb der vorgesehenen Bereiche ebenfalls Maulkorb- oder Leinenpflicht.

Seit 1. Juli 2026 gelten außerdem neue Vorgaben zum verpflichtenden Sachkundenachweis. Der Theorieteil muss grundsätzlich vor der Aufnahme der Hundehaltung absolviert werden; eine Praxiseinheit folgt innerhalb von zwölf Monaten nach der Anschaffung. In Wien gilt bis 1. Juli 2027 eine Übergangsregelung. Informieren Sie sich deshalb frühzeitig über die Voraussetzungen und Ausnahmen auf der Website der Stadt Wien.

Für Niederösterreich gelten teilweise andere landes- und gemeindespezifische Vorgaben. Informieren Sie sich deshalb vor Ort über Leinen- und Maulkorbpflichten – insbesondere auf Heiden, in Schutzgebieten und auf stark frequentierten Wegen. Die aktuellen Hundezonen, Hundeverbotszonen und Hundekotsackerlspender in Wien können Sie auch im digitalen Stadtplan der Stadt Wien abrufen.

Fazit: Nicht der beste Bezirk gewinnt

Sondern die beste Lage für Sie und Ihren Hund.

Die Donaustadt bietet das umfangreichste Gesamtpaket aus Auslauf, Wasser und Natur. Floridsdorf ist besonders stark für Hunde, die gerne schwimmen oder lange Runden gehen. Favoriten überrascht mit einigen der größten Hundeauslaufplätze Wiens. Simmering überzeugt mit alltagstauglich verteilten Hundezonen und guten Trainingsmöglichkeiten. Liesing verbindet Stadtadresse und Nähe zum Wienerwald. Perchtoldsdorf und Hinterbrühl erweitern die Suche um noch mehr Natur und lange Spazierwege im südlichen Speckgürtel.

Trotzdem entscheidet am Ende nicht nur die Bezirksnummer oder der Ortsname. Eine Wohnung fünf Minuten von der passenden Hundezone entfernt kann für Sie und Ihren Hund besser funktionieren als die vermeintliche Traumlage mit „Grünblick“, zu der im Alltag erst einmal das Auto ausgeparkt werden muss.

Sie sind noch auf der Suche nach einer neuen Wohnung? Im großen Mieter-FAQ haben die IMV Makler umfangreich Fragen zum Wohnngswechsel beantwortet und stellen Ihnen auch eine kostenlose Umzugs-Checkliste zur Verfügung.

FAQ für die besten Hundebezirke

Unter den hier verglichenen Bezirken bietet die Donaustadt das umfangreichste Gesamtangebot aus Hundezonen, Natur und Wasserzugängen. Floridsdorf punktet besonders mit großen Hundebadeflächen, Favoriten mit außergewöhnlich großen Hundeauslaufplätzen. Für den Alltag ist aber die konkrete Entfernung von der Wohnung zur passenden Grünfläche oft wichtiger als die Bezirksnummer.

Ausgewiesene Hundebadeplätze gibt es unter anderem an der Donauinsel, an der Neuen Donau, am Ferdinand-Kaufmann-Platz, am Teich Hirschstetten und am asperner See. Andere Wasserzugänge können Hundeverbotszonen sein. Achten Sie deshalb auf die Beschilderung vor Ort und die aktuelle Übersicht der Stadt Wien.

Ist der Wiener Speckgürtel automatisch hundefreundlicher?

Nicht automatisch. Perchtoldsdorf und Hinterbrühl bieten viel Natur und zahlreiche Spazierwege. Gleichzeitig gelten je nach Gebiet Leinenpflichten und Schutzbestimmungen. Entscheidend sind auch hier die konkrete Wohnlage, sichere Wege, Freilaufmöglichkeiten und die Alltagstauglichkeit der Verkehrsanbindung.

Ja. Wohnungsgröße und Garten allein entscheiden nicht über die Lebensqualität. Ausreichend Bewegung, Beschäftigung, Ruhe, Sozialkontakt und ein Wohnumfeld, das zum jeweiligen Hund passt, sind wesentlich wichtiger.

Auf Straßen mit öffentlichem Verkehr – dazu zählen auch Radwege – darf ein Hund nicht an der Leine neben dem Fahrrad mitgeführt werden. Für den sicheren Transport eignen sich je nach Hund ein Fahrradkorb oder Hundeanhänger.

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Cansu

Langjährige Buchhalterin mit Herz für Zahlen und einem feinen Gespür für die Menschen dahinter.

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